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Die Themen des Aufregerblogs

60 Jahre BRD: Früher war alles besser

Donnerstag, 30. April 2009 von Jan Eger

Deutschland wird 60, welch ein Geburtstag. Doch in die offizielle Feierstimmung wollen viele Menschen auf der Straße nicht wirklich einstimmen. Woran liegt das? Und: Wer ist schuld? mehr

Peinliche Panne beim Mathe-Abi

Samstag, 28. März 2009 von Jan Eger
(Foto: imago)

(Foto: imago)

So, so, den Schülern entstünden durch die fehlerhaften Mathe-Aufgaben keine Nachteile. Sagt die Frau Ministerin.

Ob sie sich noch an ihr eigenes Abitur erinnern kann? An den Stress, der damit verbunden ist? Ob sie sich vorstellen kann, wie Schüler sich fühlen, wenn sie vor solchen Aufgaben sitzen, die sie nicht lösen können. Denken, sie hätten vielleicht nicht genug gelernt. Oder das falsche. Oder sie wären gar zu blöd. mehr

Mit päpstlichem Segen gegen AIDS

Dienstag, 17. März 2009 von Bastian Ewald
dpa

Foto: dpa

“Man kann das Aids-Problem nicht durch die Verteilung von Kondomen regeln. Ihre Benutzung verschlimmert vielmehr das Problem”, sagt der römisch-katholische Chefkleriker Papst Benedikt XVI. während er in offizieller Mission durch den Himmel reist.

Genau genommen ist er mit dem päpstlichen Flugzeug auf dem Weg zu seiner ersten Afrika-Reise als Oberhaupt seiner Glaubensgemeinschaft. Dorthin, wo 70 Prozent der HIV-positiven Weltbevölkerung leben, bereits 17 Millionen Menschen an AIDS gestorben sind und jährlich zwei Millionen Neuinfektionen hinzu kommen. mehr

Sollte die Realschule in Winnenden geschlossen werden?

Donnerstag, 12. März 2009 von Friederike Steinberg

Mittwochmorgen, die Schüler und Schülerinnen der Albertville-Schule sitzen ahnungslos in ihren Klassenräumen, als plötzlich Tim K. die Räume der Realschule betritt: Er hat sich einen dunklen Tarnanzug übergeworfen und eröffnet ohne Vorwarnung das Feuer aus einer großkalibrigen Pistole. Die Kinder sehen, wie neben ihnen Mitschüler und Lehrerinnen tödlich getroffen werden. Es sind Szenen wie aus einem Film. Die Betroffenen werden sie vermutlich nie vergessen.

Doch ist dies ein Grund, die Türen zum Ort des Geschehens für immer zu schließen? Eben dies fordert der Psychologe und Trauma-Spezialist Christian Lüdke. “Die Schule ist zum Tatort geworden”, sagte Lüdke der “Neuen Presse”. “Dort darf kein Unterricht mehr stattfinden.” Schlimmstenfalls könnten Kinder sonst noch in einigen Wochen in das Trauma des Tat-Tages zurückversetzt werden, meint der Experte, der bereits 2002 nach dem Amoklauf am Erfurter Gutenberg-Gymnasium Schüler betreute. “Da hilft es auch nicht, wenn man die Wände streicht.”

Bei dem Amoklauf in Winnenden – das wird niemand bestreiten – handelt es sich um eine der schrecklichsten Bluttaten in Deutschland. Die seelischen Verletzungen der Opfer können enorm sein und sind für viele wahrscheinlich ohne Hilfe kaum zu bewältigen. Psychologen und Seelsorger haben sich bereits der Betroffenen angenommen.

Vorerst haben die Kinder keinen Unterricht mehr am Ort des Geschehens: Die Albertville-Realschule bleibt bis auf weiteres geschlossen. Doch ist es sinnvoll, die Schule komplett auszulagern? Hilft ein anderer Ort den Opfern, neues Vertrauen ins Leben zu gewinnen? Oder raubt man den Überlebenden nicht sogar eine Möglichkeit, sich irgendwann auch vor Ort mit dem Geschehenen auseinanderzusetzen und das Erlebte nach und nach zu überwinden?

Kinderpreis für Gewalttäter?

Mittwoch, 11. März 2009 von Lars Schmidt
Chris Brown (Foto: Imago)

Chris Brown (Foto: Imago)

Der Fall bestimmt seit Wochen die Boulevardpresse: Chris Brown soll seine Freundin Rihanna brutal verprügelt und sogar gedroht haben, sie zu töten. Wegen “häuslicher Gewalt” wurde er deshalb angeklagt und muss am 6. April erneut vor Gericht erscheinen. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu vier Jahren und acht Monaten Haft. Zuvor jedoch – nämlich am 28. März – könnte er mit einem “Kids Choice Award” des amerikanischen Kindersenders “Nickelodeon” ausgezeichnet werden. Pikantes Detail: Auch Rihanna ist nominiert.

Ein Schläger als möglicher Gewinner eines Kinderpreises? Eltern und Frauenrechtler in den USA haben bereits Alarm geschlagen. Zu recht: Denn als Vorbild für Kinder und Jugendliche hat der 19-Jährige versagt. Doch alle Proteste, der TV-Sender solle Brown von der Nominierungsliste streichen, blieben bisher ungehört. Ein “Nickelodeon”-Sprecher sagte dem Online-Portal “TMZ”, Chris Brown wäre schon vor der Prügelattacke gegen Rihanna von den Kids in den Kategorien “Bester Sänger” und “Bester Song” nominiert worden. Nun sollen diese auch entscheiden, ob er gewinnt. Eine Einstellung, mit der es sich der Sender arg einfach macht.

Denn längst hat Chris Brown, der zurzeit jede Art positiver Publicity gebrauchen kann, die Chance zur Image-Aufpolierung erkannt. Auf seiner Myspace-Seite ruft er dazu auf, für ihn zu stimmen. Bleibt also nur die Hoffnung, dass Amerikas Kinder und Jugendliche sich der Verantwortung bei dieser Wahl bewusst sind und dem Sänger ihre Stimmen verweigern. Alles andere würde fatale Signale aussenden und ein erschreckendes Bild der amerikanischen Jugend zeichnen. Gewalttätige Popstars, die nichts von ihren Sympathien einbüßen, würden dies als Bestätigung ihrer Taten ansehen. Auch wenn sie ihren Preis mit in den Knast nehmen müssten.

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit: deutsche Geschichte in der ARD

Montag, 2. März 2009 von Lars Schmidt

 
Sandra Maischberger führt durch "60 x Deutschland"

Sandra Maischberger führt durch "60 x Deutschland".

Wenn die ARD heute Nacht die erste Folge der historischen Jahresschau “60 x Deutschland” mit Sandra Maischberger zeigt, wird diese wohl weitgehend ungesehen bleiben. Dabei hat das ambitionierte Projekt eine große Aufmerksamkeit verdient. Anlässlich des 60. Jahrestages der Gründung der Bundesrepublik hält die ARD “politische Rückschau mit einer bunten Garnierung aus Sport, Kultur und Show” auf sechs Jahrzehnte deutsch-deutscher Geschichte. 60 Folgen je 15 Minuten beleuchten jeweils ein Jahr. Stolze 1,5 Millionen Euro hat sich der Sender das kosten lassen. Nur in die Vergabe des Sendeplatzes wurde nicht investiert. Anstatt “60 x Deutschland” zu zeigen, wenn Fernsehdeutschland auch vor dem Bildschirm sitzt, verstecken es die Programmverantwortlichen zu einer Zeit nach Mitternacht, wo auf anderen Kanälen Wiederholungen und Dauerwerbesendungen laufen. Das erweckt den Eindruck, als hätte die ARD kein Vertrauen in ihr – mit Gebührengeldern finanziertes – Produkt.

Da hat das Erste Deutsche Fernsehen, dem ja schon seit Jahren eine stetig steigende inhaltliche Annäherung an die Privaten vorgeworfen wird, endlich wieder eine Sendereihe, mit der es dieser Kritik entgegnen kann. Doch dann findet diese quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Zwar versuchte Projektleiter Johannes Unger gegenüber der Zeitschrift “TV Spielfilm” die zuschauerunfreundliche Sendezeit damit zu verharmlosen, dass die Folgen im Videotext abrufbar, im Radio zu hören und am Morgen nach der Ausstrahlung online zu sehen wären, doch das kann man kaum als Ersatz für den nächtlichen Sendeplatz aktzeptieren. Statt im Vorabendprogramm mit immer neuen Formaten und Telenovelas zu experimentieren, sollte die öffentlich-rechtliche Anstalt sich lieber an ihren Bildungsauftrag erinnern und so eine Serie wie “60 x Deutschland” zwischen “Verbotene Liebe” und “Marienhof” platzieren.

Tatortkommissar quarzt trotz Rauchverbot

Dienstag, 27. Januar 2009 von Nina von der Bey

“Ein Raucherbereich im Restaurant ist wie ein Pissbereich im Pool”, hieß es vor kurzen in einem Forum. Aus der Sicht eines Nichtrauchers könnte das in der Tat hinkommen, ein passionierter Raucher wie Tatort-Kommissar Axel Prahl sieht das ganz anders. Er würde den blauen Dunst am liebsten überall verbreiten, wie er während der Premiere des Münsteraner Tatorts “Höllenfeuer” unter Beweis stellte. Der Darsteller des gesetzestreuen Kriminalbeamten Frank Thiel rauchte trotz offensichtlichen Verbots  dreist im Kino-Foyer. Nun könnte die Stadt Münster dem Raucher aus Leidenschaft Feuer unterm Hintern machen: Auf den 48-jährigen Schauspieler wartet ein Anhörungsbogen der westfälischen Stadt und ihm droht ein Bußgeld von 100 Euro.

Mit dem Zweiten riecht man besser

Montag, 26. Januar 2009 von Lars Schmidt

Sie sangen “Mich verfolgt meine eigene Scheiße” und schmissen dann braun gefärbten Kartoffelbrei ins Publikum. Wenn man vor einigen Jahren auf ein Konzert der Band Knorkator ging, musste man damit rechnen. Aber bei “Wetten, dass..?”? Am Samstagabend? Im ZDF?

Nun hat sich die legendäre Berliner Band zwar Ende 2008 aufgelöst – ein bisschen wehte dennoch der Hauch der Skandal-Truppe über die “Wetten, dass..?”-Bühne in Offenburg. Denn am 24. Januar gab es das wohl beschissenste Finale in der Geschichte der Show. Zwei Tierpfleger schnüffelten Scheiße und errieten, zu welchem Tier der jeweilige Haufen gehörte. Begleitet von Gottschalks anrüchigen Kalauern schwante dem Zuschauer dann auch nichts Gutes, als Wettpate Michael Mittermeier ebenfalls einen Teller mit einem braunen Haufen serviert bekam und mit dem Finger eine Probe verspeiste. Durchs Publikum ging ein kollektiver Ekelschrei – wie viele Fernsehzuschauer sich an ihren Chips verschluckten, ist hingegen nicht bekannt. Dabei – Witz komm raus – war’s Mousse au Chocolat. “Die Zuschauer haben es verstanden, haha”, schob Gottschalk sicherheitshalber hinterher. Hoffentlich saßen da nicht schon zu viele von ihnen auf dem Klo.

Was es aber zu verstehen gab, sollte auch der letzte Zuschauer begriffen haben. Gottschalks “Wetten, dass..?” hat sich jenen Niederungen der Fernsehunterhaltung angepasst, die von den Öffentlich-Rechtlichen stets angeprangert werden. Wo RTL zwei Wochen lang seine Dschungelcamp-Insassen regelmäßig allerlei Getier und gerne auch dessen Geschlechtsorgane verspeisen ließ, musste das ZDF wohl irgendwie mithalten. Zumal die Show gegen das Dschungel-Finale lief. Ob “Wetten, dass..?” mit solchen Aktionen seine Quoten sichert oder gar ausbaut, darf bezweifelt werden. Zeigt das Beispiel doch, wie hilflos das ZDF gegen die Angriffe anderer Sender und Formate auf sein Flaggschiff am Samstagabend reagiert.  Die Kacke ist, um beim Thema zu bleiben, ganz schön am Dampfen.

Gottschalk und das ZDF müssen von jetzt an damit leben, wie einst Knorkator, von ihrer eigenen Scheiße verfolgt zu werden. In einem anderen Song der Band heißt es übrigens: “Ich bin ein ganz besond’rer Mann, der mit den Arschloch essen kann.” Vielleicht ergibt das ja ‘ne tolle Idee für eine neue Wette?

Top und Flop

Sonntag, 25. Januar 2009 von Annika

TOP: Zurück zur Familie FLOP: Ein Stück Wüste, bitte
Heimweh kann ganz schön schmerzhaft sein. Das musste jetzt auch Penélope Cruz feststellen. Die Schauspielerin fühlte sich so einsam in Los Angeles, dass sie die Stadt nun nach mehreren Jahren verlassen will. Außerdem sei L.A. von der Filmindustrie “besessen” und voller unehrlicher Menschen. Gegenüber der spanischen Zeitung “El Pais” sagte Cruz, dass sie sich ab sofort ihre Zeit lieber zwischen New York und Madrid aufteilen wolle, wo auch ihre Familie lebt. Zu Hause ist es eben doch am schönsten… Der Erfolg scheint ihm ganz schön zu Kopf gestiegen zu sein. Oder warum sollte “The Killers”-Frontmann Brandon Flowers sonst auf die irrwitzige Idee kommen, sich ein Stück Wüste zu kaufen? Tausende Dollar hat er hingeblättert, um einen Streifen Sand in seiner Heimatstadt Las Vegas zu erstehen. Der Grund: Er möchte ein dort riesiges Neon-Reklameschild errichten und später vielleicht mal ein Haus darauf bauen. Ja ne, ist schon klar…

Top und Flop

Samstag, 24. Januar 2009 von Birgit

TOP: Holloway schreibt Kuss-Gutscheine FLOP: Klum kaut kein Katjes mehr
Der sexy “Lost”-Star Josh-Holloway ist einfach fair – das muss hier mal gesagt werden. Wann immer er vor der Kamera knutschen muss, stellt er seiner Frau Yessica Kumala einen Kuss-Gutschein aus. Das berechtigt sie dazu jeden zu küssen, den sie mag. Aber der 39-Jährige enthüllt, dass seine Gattin die Gutscheine nie gleich einlöst, obwohl sie schon eine Menge gesammelt hat -das berichtet der Onlinedienst “20 min.ch”. Und sie sollte sich wohl tatsächlich beeilen die richtigen Kusspartner zu finden. Denn Holloway sagt auch immer gleich dazu, dass diese netten Gutscheine am Ende des Jahres verfallen. Ob seine Gemahlin ihm dann auch beichtet, mit wem sie nebenbei rumgeknutscht hat, das hat er allerdings nicht verraten. Heidi Klum ist wohl eines der berühmtesten Gesichter der Modelwelt – und daher auch heiß begehrt. Doch ein Gummitierchen-Hersteller hat sich jetzt von der schönen Blondine verabschiedet. Katjes hat ein neues Werbegesicht – nämlich Dana Schweiger. Hui, da hat sich Heidi tatsächlich einen vermutlich lukrativen Werbevertrag vor ihrer süßen Nase weg schnappen lassen. Vorbei also die Zeiten in denen sich Klum in den TV-Werbepasuen süße Leckereien in den Mund stopft. Aber so muss Heidi ihren Kindern wenigstens nicht erklären, warum Mami für Süßigkeiten wirbt – denn die sind ja eigentlich ungesund. Aber eine kleine Lücke wird der Verlust des Werbevertrags gewiss in der Portokasse hinterlassen.
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